Workshopwochenende Contentshift

Vier Tage Start-up-Seminar. Vom 15. Bis zum 18. September durften wir als eines von fünf Content-Start-ups beim Contentshift Accelerator mit dabei sein. Ein intensives Wochenende, bei dem wir auf der einen Seite sehr viel gelernt haben, auf der anderen Seite eine richtig gute Zeit mit allen Teilnehmern hatten. Das beste war mit Sicherheit, dass die Jury, die beim Contentshift Wettbewerb die schwierige Aufgabe hat am Ende einen Gewinner zu küren, gemeinsam mit den Start-ups an passenden Lösungen für Probleme gearbeitet hat – Probleme vor denen wir, die Start-ups und auch Probleme, vor denen die Publisher stehen.

Der Freitag begann gleich mit einem Parforceritt durch die Ereignisse der letzten drei Monate. Jedes Start-up rekapitulierte kurz, was alles  während der Zeit des Contentshift Programms passiert ist und welche Fortschritte erzielt wurden. Als wir aufschrieben, was sich bei uns so getan hatte, wurde unsere Liste wurde immer länger und länger. Auch die anderen Start-ups, Chaï, Writereader und L-pub hatten ähnlich lange Listen. Von Therapio wissen wir es leider nicht, da der Gründer leider kurzfristig nicht dabei sein konnte.

Am Samstag arbeiteten wir dann zunächst mit der Jury zusammen an unseren Problemen. Und da jeder unterschiedliche Herausforderungen zu meistern hat, war das in kleinen Gruppen am besten zu schaffen. Viele Ideen, Tipps aus der langjährigen Praxis von Profis und Kontakte wurden ausgetauscht, diskutiert und entwickelt. Spätestens jetzt zeichnete sich ab, dass es an diesem Wochenende einen Austausch auf Augenhöhe geben würde. All die erfahrenen Geschäftsführer, Manager und Managerinnen aus den großen Häusern nahmen unsere Herausforderungen ernst.

Dieser fruchtbare Diskurs ging bei einem „Reverse Engineering“-Workshop auf dem nächsten Level weiter. Die Verlage pitchten ihre Herausforderungen und anschließend erarbeiteten wir in Gruppen Lösungen. Der ganze Raum vibrierte, war voller kreativer Energie und die Ideen sprudelten. In einer Bewertungsrunde bekamen die besten Vorschläge Punkte und in einem Wrap-Up wurde deutlich, dass hier alle Teilnehmer profitieren haben und sich vielleicht sogar die ein oder andere Zusammenarbeit abzeichnete. Insgesamt ein tolles Format, das wir jedem Hackathon, Accelerator oder Start-up/Corporate Event empfehlen.

Den Sonntag verbrachten wir dann beim Pitchtraining. Inhalt, Aufbau, Dramaturgie, das eigene Auftreten und natürlich die Kernaussagen sowie die Präsentationsslides standen auf dem Prüfstand. Gegenseitig, unter Anleitung, kritisierten wir, schlugen Verbesserungen vor und verfeinerten unsere Vorträge. Von Konkurrenzdenken war nichts zu spüren, das gemeinsame Weiterkommen stand im Mittelpunkt.

Abschließend durften wir am Montag noch mit Volker von Mojoreads die Zusammenhänge des Buch- und Publizistikmarkts durchgehen. Die scheinbaren Herausforderungen verbergen manchmal nur die echten, wesentlich tiefer liegenden Probleme, etwa juristische Fallstricke oder persönliche Verbindlichkeiten.

Vielen Dank an Ute und Stefanie von Contentshift für die fantastische Organisation, den Coaches für ihre bohrenden Fragen, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels für das Contentshift Programm, Judith für die Organisation auf dem Campus, der Jury für den Austausch auf Augenhöhe, die tollen Kontakte und das ehrliche Feedback sowie letztlich den anderen Start-ups für ein super Wochenende. Das alles wird uns in sehr guter Erinnerung bleiben 🙂

Eine kleine Galerie gibt es hier.

Und auf der Buchmesse sind wir auch mit Contentshift unterwegs – mit einer ganzen Menge Termine.